Qualitätspreis 2010

Dr. med. Axel Munte erhält den Deutschen Qualitätspreis Gesundheit

Berlin (ots) - Im Rahmen des 4. Nationalen Qualitätskongresses Gesundheit wird am 25. November 2010 in Berlin der Deutsche Qualitätspreis Gesundheit verliehen. Die von Gesundheitsstadt Berlin e.V. gestiftete Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und der bedeutendste nationale Qualitätspreis für das Gesundheitswesen. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in vorbildlicher Weise für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte zur Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung einsetzen.

Diesjähriger Preisträger ist Dr. med. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Seit dem Beginn seiner Tätigkeit als Vorstandschef der KVB im Jahr 2001 hat Munte diverse Qualitätsmaßnahmen in der ambulanten Medizin konzipiert und umgesetzt. Er ist damit ein Visionär im Bereich der Qualitätssicherung. Die ersten Erfolge hatte er mit der bayernweiten Einführung eines flächendeckenden Projekts zur Brustkrebsfrüherkennung, dem Vorreiter des heute deutschlandweiten Mammographie-Screenings, sowie mit einem Vorhaben zur Hygiene in der Endoskopie, das zur Basis für das heute bundesweit angebotene Koloskopie-Screening wurde. Auch in Fragen der Qualität von Ultraschalluntersuchungen war die KVB unter Muntes Führung ihrer Zeit weit voraus: Munte führte in Bayern neue Qualitätsmaßstäbe ein, was letztlich zur Überarbeitung der Ultraschallvereinbarung auf Bundesebene führte.

In den vergangenen drei Jahren hat Munte das umfassende Qualitätsprogramm "Ausgezeichnete Patientenversorgung" in Bayern ins Leben gerufen. An den 16 Qualitätsmaßnahmen der Ausgezeichneten Patientenversorgung (APV) nehmen inzwischen über 5000 Ärztinnen und Ärzte teil. Die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte absolvieren spezielle Fortbildungen, beispielsweise Online-Tutorials oder weisen eine besonders hohe Gerätequalität nach. Dafür erhalten sie ein Zertifikat, das sie gegenüber ihren Patienten als besonders engagierte Behandler ausweist. Und oft genug lohnt sich dieser Qualitätsbeweis auch finanziell: Teilnehmende Ärzte erhalten zum Teil einen Qualitätszuschlag für ihr herausragendes Engagement.

Darüber hinaus hat sich KVB-Vorstandschef Munte in den vergangenen Jahren einen Ruf als streitbarer Verfechter einer strikt an den Bedürfnissen der Patienten orientierten Medizin gemacht. Sein Credo lautet: Die beste Möglichkeit zur Steuerung der Leistungsmenge ist die strikte Orientierung an der Qualität. Wer hervorragende Arbeit macht, muss auch entsprechend honoriert werden. Sein Ansatz fand auch Eingang in die Gestaltung des so genannten "Qualitätsparagraphen" 136 (4) im SGB V.

 

Preisgeld geht an Aktionsbündnis Patientensicherheit

Das Preisgeld von 10.000 Euro für den Deutschen Qualitätspreis Gesundheit 2010, gestiftet von Gesundheitsstadt Berlin e.V., eignet der Preisträger Dr. Axel Munte dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. zu.

 

Kurzportrait des Aktionsbündnisses Patiensicherheit

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden.

Die Grundregeln unserer Vereinsarbeit lauten:

Glaubwürdigkeit durch Unabhängigkeit
Bündelung von Fachkompetenzen
Multidisziplinäre Vernetzung
Von der Praxis für die Praxis

Vertreter der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände und der Patientenorganisationen haben sich im Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Plattform zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland aufzubauen. Zusammen entscheiden und tragen sie die Projekte und Initiativen des Vereins.

Neun Mitglieder bilden den ehrenamtlichen Vorstand. Er hat die Aufgabe, die Vorhaben des Vereins zu koordinieren und umzusetzen. Er besteht aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertretendem Vorsitzenden, dem Geschäftsführer sowie sechs Beisitzern und wird von der Mitgliederversammlung für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Beraten wird der Vorstand durch Kuratorium und Beirat.

Das Arbeitsprogramm des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. umfasst eine Reihe von konkreten Projekten, mit denen sich die multidisziplinären Arbeitsgruppen des Vereins befassen. Die Arbeitsgruppen tagen regelmäßig und veröffentlichen ihre Ergebnisse in Form von Handlungsempfehlungen, die allen Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen kostenlos zur Verfügung stehen.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit pflegt Kooperationen mit Verbänden, Fachgesellschaften, Forschungsinstituten, Krankenkassen, Institutionen der Selbstverwaltung und Patientenorganisationen. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt. Auf internationaler Ebene bestehen Kooperationen zu den Schwesterorganisationen für Patientensicherheit. Die Zusammenarbeit dient dem fachlichen Austausch sowie der Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Kampagnen zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) hat seine Geschäftsstelle in Bonn. Über die Geschäftsstelle werden Sitzungen und Veranstaltungen organisiert, sie vermittelt Kontakte und zeichnet für wissenschaftliche Recherchen zum Thema Patientensicherheit verantwortlich.

Quelle: <http://www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de>