14. Nationaler Qualitätskongress Gesundheit

Die Bewältigung der Corona-Pandemie gelingt nicht im Sprint. Ohne wirksame Medikamente und vor allem Impfstoffe sind Kontakteinschränkungen und die Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen über einen längeren Zeitraum erforderlich. Werden wir die notwendige Einsicht und Disziplin aufbringen? Können wir nach ersten Erfolgen bei der Infektionsbekämpfung eine Zunahme von Infizierten über viele Monate hinweg verhindern?  

Ende November 2020, beim 14. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit, werden wir mit maßgeblich Verantwortlichen aus dem Gesundheitssystem ein Zwischenfazit zur Eindämmung der Pandemie in Deutschland ziehen. Was ist gelungen, was ist weniger gut umgesetzt worden? Ziel ist es, aus den Ereignissen zu lernen und zu erörtern, wie wir uns besser zur Bewältigung einer Pandemie aufstellen können. Bereits heute ist erkennbar, dass unsere Sicherheitsarchitektur in Medizin und Pflege verbessert werden muss. Handlungsfelder sind: ausreichend große Personalkapazitäten im Gesundheitssystem, eine nachhaltig finanzierte Impfstoffentwicklung, die Sicherung der Versorgung mit Schutzmaterialien, Utensilien für die Intensivmedizin sowie Arzneimitteln. Besonders wichtig ist eine bessere internationale Zusammenarbeit in einer Pandemie und die Entwicklung wirksamer Frühwarnsysteme. Hier ist Deutschland mit der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 gefordert.          
 
Deutschland steht in der Bewältigung der Pandemie – im internationalen Vergleich - vergleichsweise sehr gut da. Neben strukturellen Voraussetzungen wie eine dezentrale Kliniklandschaft mit vielen Intensivbetten sind es besonders die überragend engagierten Pflegekräfte und Ärzte, die sich unermüdlich und mit hoher Expertise um die Versorgung der Covid-19-Patienten kümmern.
 
Gleichwohl verschwinden durch die Corona-Krise nicht die notwendigen Strukturreformen in der Gesundheitsversorgung.  Dazu gehören: Lösungen für den Fachkräftemangel, verbessertes Risikomanagement und Infektionsprävention in Kliniken, die Arzneimitteltherapiesicherheit, die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen, die Reorganisation der Notfallversorgung und stationären Versorgung insgesamt. Diese Themen werden wie gewohnt auf dem Nationalen Qualitätskongress Gesundheit erörtert.   

Unstrittig ist, dass die Digitalisierung nach wie vor ein zentrales Thema ist. In der Corona-Krise geht auf einmal alles ganz schnell: Telemedizin und Videokonsultationen sind selbstverständlich, Begrenzungen in der Nutzung digitaler Versorgungsinstrumente fallen weg. Wieviel besser stünden wir da, gäbe es bereits eine komplett aufgebaute Telematikinfrastruktur, an die alle Leistungserbringer angeschlossen wären, und die elektronische Patientenakte wäre Standard. Man muss sich beispielsweise konkret vorstellen, was es bedeuten würde, wenn bei allen Covid-19 Patienten bei Klinikaufnahme der Impf- und Medikamentenstatus elektronisch vorliegen würde sowie Verlauf und Status von Vorerkrankungen digital erkennbar wären. Die Corona-Krise ist hoffentlich der letzte Weckruf, bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems umfassend Tempo zu machen und vor allem die erforderlichen Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. 

Die Programmstruktur des 14. Nationalen Qualitätskongresses Gesundheit finden Sie auf dieser Webseite, sie wird fortlaufend aktualisiert. Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme.
 

 

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